Wie ist die „Integrations-Gugge“ entstanden?

HPV Dörflifasnacht 2007

 

Auftritt mit der VGB insieme Aerobic Tanzgruppe am HPV Fasnachtsabend.

Nach dem Auftritt der „Goldacher-Gugge „ werde ich wieder einmal von einigen Dörflibewohner bestürmt – wir wollen auch in einer Gugge mitmachen.  Da es für Menschen mit einer Beeinträchtigung relativ schwierig ist Mitglied in einer Gugge zu werden, setzt sich eine Idee in meinem Kopf fest. Das nächste Freizeitangebot des VGB insieme Rorschach muss eine „Integrations-Gugge“ sein. Der Gedanke verfolgt mich die ganze Nacht. Dann der rettende Gedanke. Regula Flütsch die Freundin unseres Sohnes Fabio spielt in St. Gallen in einer Musikformation – vielleicht kann Sie mir helfen.  Nach einem „mehrstündigem“ (typisch Frauen) Telefongespräch sind wir schon einige Schritte weiter. Über Regula kommt der Kontakt mit Nicole Stobrawe zustande und zu unserm grossen Glück stellt sich Nicole für die musikalische Leitung zur Verfügung. Vom Vorstand des VGB wird das Projekt gutgeheissen und somit kann zu unser aller Freude gestartet werden.

Im Freundeskreis finde ich jugendliche Bläserinnen, die sich von der Idee anstecken lassen und somit ist der Grundstein zur INTERATIONS-GUGGÄ gelegt.

September 2007

 

Zum Start organisieren wir einen „Instrumentenbau-Nachmittag“. Zehn total motivierte und neugierige Personen lassen sich dafür begeistern. Die Angelegenheit spricht sich unter den Menschen mit einer Beeinträchtigung rum und die Gruppe wächst bis zur ersten Musikprobe, um 7 weitere Mitglieder.

Auch die „nicht behinderten „ Mitglieder lassen sich von der Freude und Begeisterung anstecken. Voller Elan werden Rhytmen gelernt und geübt – die meisten der „Musikanten“ fangen von 0 an und merken bald, dass Musik machen nebst fröhlichen und gemütlichen Momenten auch richtig viel Arbeit bedeuten kann" oder "dass Musik machen eine intensive Probearbeit und zusätzlich - besonders zur Fasnachtszeit - die Bereitschaft zur Teilnahme an vielen Anlässen und Aktionen voraussetzt. Die fröhliche, gesellige Stimmung in der Guggä bringt uns aber in Schwung und spornt uns an den Proben und Anlässen immer wieder zu Höchstleistungen an" und der Spass und die Freude überwiegt alles andere

 

Aber jetzt wie weiter – zu einer Gugge gehört doch bekanntlich auch ein spezielles „Aaglegg“ sprich Kleidung. Aus einer Auswahl Stoffmuster entscheiden sich die meisten „Musikanten“ für  Blau. Es geht zu und her wie in einem Flohzirkus und somit ist auch der Name der Guggä geboren – Blau und Flöhe – was liegt da näher als Wasserflöööh. Begeistert wird der Vorschlag von Regula angenommen. Mit Hilfe von Lotti Bischof und Heidi Flütsch (Bläserinnen-Mütter) werden unsere Umhänge zur Zeit d.h. bis zum Fasnachtanfang fertig. An einem Samstagnachmittag „bestücken“ alle Guggenmitglieder Ihren Hut passend zum Thema Wasser und nun sind wir perfekt.

 

Juhui -  endlich ist die Fasnacht 2008 da

 

Die Integrations-Guggä Wasserflöööh des VGB insieme hat Ihren ersten Auftritte !

 

Ein Traum hat sich für eine Gruppe geistig beeinträchtigter Menschen erfüllt.

 

Renate Rovedo